... ist in Frankfurt am Main der Name des Dienstags nach Pfingsten, an dem ein traditionelles Volksfest am Oberforsthaus im Frankfurter Stadtwaldabgehalten wird. Das Festgelände liegt im Stadtteil Niederrad in der Nähe der Galopprennbahn und der Commerzbank-Arena. Bis in die 1990er Jahre hatten an diesem Tag nachmittags die meisten Frankfurter Geschäfte geschlossen, und die Arbeitnehmer hatten ab 12 Uhr frei. Deshalb wurde der Wäldchestag scherzhaft im Volksmund auch als Frankfurts Nationalfeiertag bezeichnet.

Wäldchestag

Das Volksfest am Wäldchestag ist seit dem Ende des 18. Jahrhunderts bekannt, doch gab es schon im Mittelalter in Frankfurt Frühlingsfeste am dritten Pfingsttag. Seit dem 14. Jahrhundert feierte die Zunft der Bäcker ihr Zunftfest auf der Pfingstweide im Osten Frankfurts, wo sich heute der Frankfurter Zoo befindet. Ebenfalls in der Woche nach Pfingsten wurde der Kühtanz gefeiert, bei dem die Viehmägde und Hirten in einem fröhlichen Umzug das Vieh der Bürger zur Sommermast in den Stadtwald trieben. Bis heute führen die Gasthäuser Oberschweinstiege und Unterschweinstiege ihre Namen darauf zurück.

Außer dem mittelalterlichen Bäckertanz und dem Kühtanz gab es noch einen dritten Anlass zur Ausbildung eines Volksfestes, nämlich die alljährliche Holzzuteilung an die Bürger. Der Stadtwald gehörte seit 1372 der Stadt Frankfurt, als Kaiser Karl IV. ihr zur Tilgung seiner Schulden Teile des Königsforstes Wildbann Dreieich abtrat. Seitdem war es den Frankfurtern an diesem Tag offiziell erlaubt, im Wald Holz für den Winter zu sammeln. Nach einer anderen Lesart fanden an diesem Tag Brennholzversteigerungen statt, und das Fest stellte den gemütlichen Teil nach deren Abschluss dar.

Vermutlich brachten sich die Frankfurter Bürger und ihre Bediensteten, die am Wäldchestag in den Stadtwald zogen, Speisen und Getränke von zuhause mit. Wann aus diesem Brauch ein ausgelassenes Fest entstand, ist nicht genau bekannt. Die ältesten literarischen Erwähnungen stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. 1802 dichtete ein unbekannter Frankfurter ein Spottgedicht auf die Schwärme von Menschen, die sich am Wäldchestag im Wäldchen tummeln, als ob es nur an diesem Tag etwas zu essen gäbe, und dabei verschwenden, was sie das ganze Jahr über mühsam erspart haben.

Anton Kirchner schreibt 1818 in seinen Ansichten von Frankfurt am Mayn, das Wäldchen sei seit undenklichen Zeiten ein Lieblingsort der Frankfurter. „Auf einem Fleckchen, das von hohen Buchen umstanden ist, stehen Tische und Bänke rings um einen Brunnen, der trefflich Wasser sprudelt...Schinken und Würste, Braten und Geflügel, Kuchen und Pasteten, liegen auf blanken Schüsseln und reinlichem Tischzeug im Grase ausgebreitet“. Bei dem erwähnten Brunnen handelte es sich wahrscheinlich um den Königslacher Brunnen am Oberforsthaus. Es wurde 1729 für den Reitenden Oberförster Heinrich Carl Baur von Eysseneck errichtet und erhielt sogleich die städtische Schankgerechtigkeit, d. h. der Förster wurde ermächtigt, Speisen und Getränke an die vorüberziehenden Gäste auszugeben. Da es an einer wichtigen Landstraße nach Südwesten lag, war der Platz günstig gelegen. Unter anderen logierten hier auch die künftigen Kaiser Karl VII.Joseph II. und Leopold II., bevor sie von hier in feierlichem Triumphzug in die Stadt geleitet wurden.

Quelle: Wikipedia

 

   

Termine 2017  

Frühjahrs-Dippemess: 
07.04. - 01.05.
Wäldchestag: 
03.06. - 06.06.
Mainfest: 
04.08. - 07.08.
Herbst-Dippemess:
08.09 - 17.09.
Weihnachtsmarkt:
27.11. - 22.12.

   

Elektro Katzmann

   
© Frankfurter Volksfeste 2015